Meister oder Master?

Brauche ich Entwicklungshilfe?

Brauche ich Entwicklungshilfe?

 

Über Bildungs- und Qualifizierungschancen entscheidet in Deutschland nicht die Begabung, sondern noch immer der Geldbeutel. Gleiche Chancen für alle ist deshalb ein wichtiges Ziel der IG Metall. Wir setzen uns nicht nur politisch für mehr Durchlässigkeit ein, sondern beraten unsere Mitglieder über die verschiedenen Zugänge und Finanzierungsmöglichkeiten. Eine erste Übersicht über Abschlüsse und Förderungen finden Sie hier.

Ob Meister-Bafög oder Bildungsprämie: IG Metall-Mitglieder erhalten neben persönlicher Beratung im Betrieb und von der IG Metall vor Ort zudem Zugriff auf das Bildungsportal WAP, das nähere Informationen zu einzelnen Weiterbildungen erklärt und Checklisten bereitstellt. Übrigens: Den gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub in den meisten Bundesländern würde es ohne den Einsatz der Gewerkschaften nicht geben!

 

Will ich hier alt werden?

Will ich hier alt werden?

 

Die Arbeitswelt wird immer anspruchsvoller. Und mit der Rente mit 67 sollen junge Beschäftigte ein noch längeres Arbeitsleben vor sich haben. Ob psychische oder körperliche Belastungen im Job: Wer lange arbeiten muss, braucht auch Möglichkeiten, umsatteln zu können.

Die IG Metall setzt deshalb auf Qualifizierungs-Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen, damit Beschäftigte eine Perspektive im Unternehmen haben und sie nicht irgendwann ausgemustert werden. Danach hat jedes Gewerkschaftsmitglied in einem Unternehmen mit einem solchen Tarifvertrag Anspruch auf bezahlte Weiterbildung. Auch bei der Personalplanung unterstützt die IG Metall, indem sie etwa den Qualifizierungsbedarf in einem Unternehmen ermittelt und frühzeitig Handlungsbedarf erkennt.

 

Bleibt der Weg mein Ziel?

Bleibt der Weg mein Ziel?

 

Arbeiter oder Angestellte, Techniker oder Kaufleute, Ausgebildete oder Akademiker: Es gibt viele Wege, einen Job zu bekommen. Viele Beschäftigte denken darüber nach, sich zu verändern. Ob der Weg der richtige ist oder welche Möglichkeiten es gibt, darüber informiert der Ratgeber „Horizonte erweitern, Perspektiven eröffnen“ (den es hier auf wasmichbewegt.de auch als Ebook zu gewinnen gibt).

Ob Produktdesigner oder Systemplaner: Entwicklungen in der Arbeitswelt erfordern neue Berufsbilder, Aus- und Weiterbildungen. Deshalb gestalten Sachverständige der IG Metall auch jenseits der persönlichen Beratung diese in Initiativen und Ausschüssen aktiv mit und überwachen die Qualität: Damit der Weg in neue Berufsfelder oder Studiengänge nicht in einer Sackgasse endet und Beschäftigte anschließend eine Perspektive haben.

 

Perspektive oder rosarote Brille?

Perspektive oder rosarote Brille?

 

Mit der Kampagne Revolution Bildung fordern die IG Metall und ihre Mitglieder einen Wandel hin zu besserer Qualität im Bildungssystem und damit bessere Perspektiven für jede und jeden.

Selbst Höherqualifizierte und Akademiker können sich nicht darauf verlassen, dass eine sehr gute Qualifikation auch sehr gute Arbeitsbedingungen bedeuten. Die Antwort der IG Metall auf zu viel Arbeit, Konkurrenzdruck und auseinanderklaffende Gehaltsscheren: Tarifverträge für alle – sei es für dual Studierende oder die IT-Branche. Erst im Dezember 2013 hat die IG Metall beim IT-Dienstleister Atos einen Flächentarifvertrag abgeschlossen. Sogenannte Entgeltbänder mit Jahresentgelten und Wahlarbeitszeiten in einem Korridor von 35 bis 40 Stunden ermöglichen, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Einkommen individuell vereinbaren – aber in einem gerechten Rahmen.

 

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Mario (25)

Bis zur Rente im gleichen Job an der Maschine durcharbeiten? Das kann sich Mario als Zerspanungsmechaniker nicht vorstellen: „Da wärst Du ein körperliches Wrack mit 67.“ Er hat seinen eigenen Business-Plan.

Stärken stärken

Stärken stärken

In Deutschland stecken Unternehmen nur 0,7 Prozent ihrer Arbeitskosten in die Bildung. Damit liegen sie im internationalen Vergleich zurück und die Talente vieler Beschäftigter brach. Deshalb setzt sich die IG Metall dafür ein, dass Arbeitgeber auch in ihre wertvollste Ressource investieren: in die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Chancen auch ohne Abi

Chancen auch ohne Abi

 

Abgehängt ohne Abi? Die IG Metall setzt sich für Chancengerechtigkeit ein – über die Grenzen der einzelnen Bundesländer hinaus, die bei der Bildungspolitik das Monopol haben. Denn eine jahrelange Erfahrung an der Werkbank darf nicht weniger wert als die Schulbank sein. Zwar haben die Kultusminister 2009 eine größere Durchlässigkeit zwischen beruflicher und allgemeiner Bildung beschlossen. Das reicht jedoch nicht.
Bis die Chancen auf ein Studium wirklich gleich für alle sind, hilft die IG Metall bei den bestehenden Regelungen: mit Seminaren wie „Vom Beruf ins Studium“, Hintergrundinformationen, Länderübersichten und persönlicher Beratung. Wertvoll ist auch das Beratungsangebot des DGB „Students at Work“.

 

Besser statt billiger

Besser statt billiger

Billig zu produzieren, kann Unternehmen und ihren Beschäftigten teuer zu stehen kommen. Mit ihrer Strategie „Besser statt billiger“ wartet die IG Metall nicht erst darauf, bis Firmen in eine Krise geraten. Etwa beim Brandschutztür-Hersteller HUGA in Gütersloh: Bevor die Firmenleitung wegen gestiegener Energiepreise ein Sparkonzept vorlegen konnte, entwickelte dort der Betriebsrat mit Hilfe der IG Metall über 60 Ideen, wie etwa Energie gespart, Kosten gesenkt und damit viele gute Jobs gesichert werden konnten.

Die „Besser statt billiger“-Strategie ist eine Antwort auf scheinbar alternativlose und phantasielose Maßnahmen wie Auslagerungen, Kündigungen oder den Rauswurf von Fachkräften. Mit Erfolg: Allein im Bezirk NRW konnte die IG Metall auf diese Weise bereits über 100.000 Arbeitsplätze sichern. Dabei zeigt sich regelmäßig: Betriebe bleiben dann gesund, wenn die wirklichen Experten dort bei Innovationen beteiligt werden – die Beschäftigten.

 

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Michael (33)

Michael weiß aus eigener Erfahrung, wie Leiharbeiter draufzahlen. Deshalb setzt der Freileitungsmonteur für mehr Planungssicherheit auf Weiterbildung.

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